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"Der Zug muss zur Hauptuntersuchung", erklärt der Vereinsvorsitzende Frank Brechler, warum die beliebte Bahn, derzeit zur Untätigkeit verdammt, im Lokschuppen stillsteht. Wie jedes andere motorisierte Straßenvehikel müssen auch Schienenfahrzeuge regelmäßig zur technischen Überprüfung - allerdings nur alle sechs Jahre. "Und man darf noch zwei Mal um je ein Jahr verlängern", erklärt Brechler. Mittlerweile seien nun aber acht Jahre herum. Der Termin für die nächste Abnahme sei aber bereits gemacht. Im Januar soll der Triebwagen ins benachbarte Bahnwerk. ......> weiter Klick Bild

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Werner Stöckel dürfte der älteste Angler in Neustrelitz sein. Ein Bericht der Strelitzer Zeitung (Nordkurier). Foto: Verein

Der Neustrelitzer Werner Stöckel feierte im März 2019 seinen 90. Geburtstag und blickt auf ein Leben zurück, das von der Leidenschaft geprägt ist, den Fischen im Wasser nachzustellen.

Der Nordkurier, Strelitzer Zeitung (Autor Ulrich Krieger) berichtete am 15. März 2019 über das Leben unseres Angelfreundes. Hier der gesamte Wortlaut:

"Das Angeln ist mir in die Wiege gelegt worden. Sobald ich eine Angel halten konnte, drückte mir mein Vater eine Rute in die Hand, und als ich das Radfahren beherrschte, fuhren wir gemeinsam an weiter entferntere Seen, um Fische zu fangen", erzählt der Jubilar.

Das war im Dorf Buberow und an den Seen der Umgebung im heutigen Oberhavelkreis, wo Werner Stöckel aufwuchs und sein erstes Prachtexemplar, einen Fünf-Pfund-Blei, fing. Als sein Vater 1948 nach Löwenberg versetzt wurde, waren es natürlich andere Gewässer, aber sie angelten weiter. Der Liebenberger See. die Kleine und Große Lanke sowie die Havel in Zehdenick waren nun das Ziel.

Werner Stöckel arbeitete von 1950 bis 1990 bei der Deutschen Reichsbahn. Seine erste Arbeitsstelle bekam er in Blankensee, die aber schon im folgenden Jahr nach Feldberg verlegt wurde. Hier bekam er den ersten Kontakt zur Angelverbandsortsgruppe. 1972 gründeten 14 Angelfreunde aus verschiedenen Bereichen der Deutschen Reichsbahn die Sektion Angeln innerhalb der BSG Lok Neustrelitz. Werner Stöckel wurde zum Vorsitzenden gewählt. Anlass für die Gründung waren zwei gut erhaltene Holzruderboote aus einer Ferieneinrichtung des Reichsbahnamtes Neustrelitz, die eigentlich verkauft werden sollten, durch die Angelsektion nun aber allen Mitgliedern zur Verfügung standen.

Den Vorsitz hatte der Neustrelitzer bis 1983 inne. Da Werner Stöckel bis dahin gleichzeitig Vereinskassierer war, musste er sich wegen neuer Verordnungen von einer dieser Aufgaben trennen, beides zusammen war nicht mehr möglich. Von nun an war die Kassierung der Mitgliedsbeiträge sein Job, den er mit Akribie bewältigte. Noch im Alter von 89 Jahren rechnete er auch für den Kreisangelverein ab und überwies anteilige Beiträge der Abteilung Angeln an den ESV Lok Neustrelitz. Sein Sohn Dietmar hat nun diese Aufgabe von ihm übernommen.

Doch wer denkt, Werner Stöckel setzt sich endlich auf das verdiente Altenteil, der irrt. Er kassiert weiterhin die Beiträge und sorgt mit seiner Rundumversorgung mit Angelkarten, Beitragsmarken und der Fischereiabgabe für die 134 Angelfreunde, die schon mal an seine Wohnungstür klingeln, weil sie zu einem der festgelegten Tage der Kassierung nicht vor Ort sein können. " Ich freue mich, wenn ich jemanden eine freude machen kann", sagt er dazu. Alle Abrechnungen führt der Angelfreund im Kopf durch. Ein Taschenrechner dient vielleicht zur Kontrolle, und mit dem Computer hat Werner Stöckel sich nie angefreundet.

Zusätzlich leistete er viele Jahre als Schriftführer seinen Beitrag als Mitglied des Kreisangelvereins und des Kreisfachausschusses (KFA), was durch eine Ehrenmitgliedschaft gewürdigt wird. Eine weitere Ehrenmitgliedschaft trug ihm die Abteilung Angeln des ESV Lok an.

Eines der "Ziehkinder" von Werner Stöckel ist der heutige Kreisangelvereinsvorsitzende Torsten Zell, der sagt: "Ich habe von Werner sehr viel über die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen gelernt. Er hielt immer seine schützende Hand über mich und achtete auf jede Kleinigkeit. Immer war er sehr genau und klärte Probleme sofort in einem Gespräch. Wir Angler haben ihm sehr viel zu verdanken und sprechen ihm ein riesiges Dankeschön aus."

Auch heute ist der Senior noch mit dem Boot auf dem Wasser. "Wenn ich mit Jürgen Günther auf dem Langen See bin, kommt es uns überhaupt nicht darauf an, etwas zu angeln. Sehe ich Adler kreisen, Schwäne vorbeiziehen oder beobachte Enten, ist das für mich Entspannung pur. Auch wenn ich mit der Familie am Zierker See sitze, ist der Fang gewünscht, aber nicht notwendig. Dort erleben wir die schönsten Sonnenuntergänge."

Quelle: Scan aus Strelitzer Zeitung (Nordkurier)
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